Wandernde Pflanzen: 3.9.2017

Botanische Sonntagswanderung

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Erwartungsvoll trafen sich 18 naturinteressierte Wandereinnen und Wanderer am Bahnhof in Weinsberg. Entlang den Bahndämmen wachsen allem Unbill zum Trotz auch Pflanzen, die seit 1492 in unsere Heimat gelangt sind.

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Hans Jörg Eberle stimmte die Gruppe schon bald darauf ein, dass fremde Pflanzen, „Migranten“, unsere Natur bereichern und es sich lohnt, mit offenen Augen unvoreingenommen diesen Zuzüglern zu begegnen.
Vorbei an Greiskräutern, Vogelknöterich und Goldrute führte der Weg zum Bahnübergang. Schon auf den ersten Metern stand Topinambur, eine Pflanze, deren Knollen heute in Bio-Läden und auf Wochenmärkten zu kaufen sind.
Vom Stadtpark aus ging es weiter ins Stadtseetal, rechts und links zugereiste Pflanzen.
Sommerflieder, der unsere Insekten erfreut, Portulak für den Salat, Mahonien mit den blauen Beeren, die in den USA in Muffins gebacken werden, säumten den Weg.

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Nach einer kurzen Pause an der Hubertusruhe führte Hans-Jörg Eberle die Gruppe zum Riesenbärenklau ins Brühltal. Diese Solitärpflanze fand ihren Weg vom Kaukasus zuerst an europäische Fürstenhöfe.

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Hans Jörg Eberle war mit Herz und Seele ein kompetenter Vermittler der – oft zu Unrecht – geschmähten Pflanzen.
Nach 4 Stunden ging diese äußerst interessante Veranstaltung zu Ende.

Wanderführung: Hans-Jörg Eberle
Bericht: Monika Breusch
Fotos: Monika Breusch, Hans-Jürgen Zeltwanger


Buchtipp zur Wanderung

Wolf-Dieter Storl,
Wandernde Pflanzen: Neophyten, die stillen Eroberer – Ethnobotanik, Heilkunde und Anwendungen

ISBN-10: 3038006807
ISBN-13: 978-3038006800