Hörschbachschlucht: 3.09.2017

Spannende Wanderung der Familiengruppe

Am Sonntag, den 3. September 2017, fanden sich 34 Wanderinnen und Wanderer um 13 Uhr auf dem Parkplatz Rossäcker in Weinsberg ein.
Nach einer dreiviertelstündigen Fahrt im Autokorso hatten wir den Wanderparkplatz am unteren Wasserfall der Hörschbachschlucht bei Murrhardt erreicht.

Da der schmale, abenteuerliche Fußpfad am Bach für die Kleinsten ungeeignet ist, beschlossen wir die Wandergruppe zu teilen.
So machte sich eine kleinere Gruppe mit den Jüngsten auf dem leicht begehbaren „Hangweg“ zum oberen Wasserfall auf.

Trotz der Regenfälle der vergangenen Tage wagte sich der andere Großteil der Wandergruppe unter dem Motto: „Jetzt wird´s schmutzig“ auf den matschigen, schwer begehbaren Weg entlang des Baches. Besonders für die Kinder hat dieser abwechslungsreiche Weg über Stock und Stein, mal direkt durch den Bach, mal über Holzstege, viel Spaß gemacht.

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Meines Erachtens sucht die urwüchsige Schönheit dieses Naturwaldes seinesgleichen in unserer Gegend. Sehr beeindruckend sind eine ganze Reihe von natürlich entstandenen geologischen Aufschlüssen mit markanten Felsbildungen. Hervorzuheben ist der Vordere Wasserfall, der etwa fünf Meter tief über die „Engelhofer Platte“, eine kompakte Steinmergelbank im Gipskeuper / Mittlerer Keuper, herabstürzt. Die Engelhofer Platte leistet der Erosion des fließenden Wassers deutlich mehr Widerstand als die darunter anstehenden weicheren Mergelschichten.

Nach gut einer Stunde kamen wir am Hinteren Wasserfall an. Dieser stürzt zunächst 3 m senkrecht über eine Schilfsandsteinstufe nach unten und fließt im Anschluss in mehreren Kaskaden weitere 12 m über die Schichten der Bunten Mergel in die Tiefe. Am oberen Ende dieses Wasserfalls befindet sich an der Staustufe „Kläpple“ ein Staubecken, welches mit einer kleinen Klappe entleert werden kann, um auch bei Niedrigwasser kurzfristig einen beeindruckenden Wasserfall beobachten zu können.

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Dort erwartete uns bereits die „Kleinkindwandergruppe“. Den begeisterten Kindern bot sich am Staubecken eine schöne Spielmöglichkeit während der Rest der Wandergruppe sich auf Bänken ausruhen und sich mit einem Vesper stärken konnte. Weiter ging es gemeinsam geradeaus am Bach entlang bis wir über malerische Holztreppen aus der Schlucht an den Waldrand gelangten.
Ab dort wurde die Wanderung geruhsamer und es bot sich Gelegenheit zum Plausch. Nachdem wir die Sägemühle passiert hatten, ging es am oberen Rand der Schlucht talabwärts bis wir schließlich nach zweieinhalbstündiger Wanderzeit wieder den unteren Wasserfall erreichten.

Eine ausgesprochen schöne Wanderung mit gutem Wetter und netten Wanderinnen und Wanderer ging nun zu Ende.
Der Wanderführer bedankte sich für das zahlreiche Kommen und den schönen Zuspruch.

Bericht, Fotos und Wanderführung: Eberhard Bendel